gute Kommunikation = Leadership-Exzellenz
Was tust du, um in diese Super-Power zu investieren?
- Kommunikation beinhaltet Zuhören: Wenn du dir vornimmst, aktiv zuzuhören, bleibst du auf Kurs; Übung hilft, deine Fähigkeiten zu perfektionieren.
- Kommunikation ist viel mehr als nur Worte: Denke daran, auch deine Körpersprache und paralinguistische Elemente (Stimmlage und -qualität) zu kontrollieren.
- Sei inklusiv in deiner Kommunikation und achte auf Klarheit, Prägnanz und emotionale Intelligenz.
- Kommunikation ist eine wichtige Life – und Leadership-Kompetenz, die alles beeinflusst, was wir tun.
- Ob du ein Team, deine Kinder oder die Regierung führst – diese fünf Kommunikationsfähigkeiten werden dein Leben und deine Leadership-Arbeit erleichtern.
1. Zuhören
Aktives, partizipierendes Zuhören ist der Schlüssel zum Aufbau von Sicherheit und Vertrauen sowie um Respekt zu zeigen und Informationen zu sammeln. Untersuchungen zeigen, dass wir jedoch nur mit einer Effektivität von etwa 25 Prozent zuhören. Verbessere diese unschätzbare Fähigkeit, indem du die drei Ebenen des Zuhörens schätzen lernst:
Ebene 1: „Ich”- Zuhören – dabei konzentrieren wir uns auf unseren eigenen inneren Monolog – z. B. „Wie soll ich auf die Frage antworten?” Oder einfach „Was werde ich zum Lunch essen?”
Ebene 2: „Du”- Zuhören – dabei richten wir unsere Aufmerksamkeit auf jemand anderen – auf seine Worte und auch auf seine nonverbale Kommunikation: Körpersprache und Stimme.
Ebene 3: „Wir“- Zuhören – wir achten auf die Umgebung und die Energie im Raum – z. B. „Die Stimmung lädt sich auf.“ Oder auch: „Wir schaffen jetzt wirklich etwas gemeinsam.“
Wie viel Zeit verbringst du auf jeder Ebene? Diese beiden Übungen können dir helfen, deine Zuhörfähigkeiten zu verbessern.
Setze dir das Ziel, zuzuhören: Das hilft dir, deine Aufmerksamkeit und Motivation zu fokussieren. Wenn du dir ein Ziel setzt, konzentriere deine kognitiven Ressourcen darauf, wie du dich präsentieren möchtest und lege neuronale Bahnen für neue Verhaltensweisen fest. Übe und verfeinere deine Zuhörfähigkeiten: Zuhören ist eine generative Fähigkeit, die mit Übung besser wird.
Unternehmen sollten das Leadership darin schulen, besser zuzuhören, und die Arbeitsabläufe so umstrukturieren, dass das Leadership die kognitiven Fähigkeiten und die Zeit haben, ihren direct reports zuzuhören.
Was bemerkenswert ist, ist, dass nicht nur diejenigen, denen zugehört wird, vom Zuhören profitieren, sondern auch diejenigen, die zuhören. In verschiedenen Ländern durchgeführte Studien haben einen starken positiven Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung der Zuhörfähigkeit von Vorgesetzten und deren Führungsqualitäten gezeigt. Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass in Teams diejenigen, die sich als Führungskräfte herausbilden, in der Regel diejenigen sind, die gut zuhören können, und dass gute Zuhörer einflussreicher sind. Tatsächlich werden Menschen, die gut zuhören können, als potentiell gute Leader angesehen.
Es ist wichtig, Mitarbeitende zu unterstützen. Die Art und Weise, wie man Mitarbeitende unterstützt, besteht nicht darin, ihnen mehr Vergünstigungen zu gewähren. Es geht darum, ihnen die wertvollste Ressource zur Verfügung zu stellen, die wir haben: unsere Zeit und Aufmerksamkeit.
2. Nonverbale Kommunikation
Auch wenn keine Worte gesprochen werden, vermittelst du – und andere – dennoch Informationen. Die beiden Hauptkomponenten der nonverbalen Kommunikation sind:
Die paralinguale Kommunikation: Dazu gehören die Eigenschaften der Stimme: Tonfall oder Intonation, Tonhöhe, Geschwindigkeit oder Tempo, Lautstärke und Pausen. Wenn du deine Stimme abwechslungsreich einsetzt – und dabei die Kontrolle behältst –, wirst du zu einem wirkungsvolleren, inspirierenderen und interessanteren KommunikatorIn. Wie kannst du Eigenschaften wie Tonfall, Tonhöhe, Geschwindigkeit, Pausen oder Stille nutzen, um dein Publikum besser zu erreichen?
Körpersprache:
Körperhaltung – noch bevor wir sprechen, sendet unsere Körperhaltung bereits eine Botschaft aus: Denke daran, wie jemand, der aufrecht steht, sich nach vorne beugt und Arme oder Beine verschränkt, dem „Zuhörer” subtile Botschaften vermittelt.
Gesten – Handbewegungen, ein Kopfnicken, ein Blick auf die Uhr oder aufs Handy, Zeigen, Ballen der Fäuste – all dies kann das Gesagte unterstreichen, abschwächen oder dem widersprechen.
Mimik – ein Stirnrunzeln, ein Lächeln, hochgezogene Augenbrauen, Augenrollen können ebenfalls alle, angemessen oder unangemessen, eine Botschaft vermitteln.
Achte auf nonverbale Signale – auch auf deine eigenen. Achte auf deine Körpersprache, sowohl beim Zuhören als auch beim Sprechen. Dein Gesichtsausdruck, deine Körperhaltung und deine Gestik sollten zu deiner Botschaft passen – und zum Publikum. Denke über deine „typische” Körpersprache oder deine Stimmgewohnheiten nach.
Was neigst du dazu zu tun? Welche Botschaft vermittelt dies den Menschen?
Was möchtest oder was musst du tun, um deine Botschaft besser zu vermitteln?
Wie sieht es bei anderen Menschen aus? Stimmt ihre Körpersprache mit ihren Worten überein?
Achte darauf, dass deine Worte und deine nonverbale Kommunikation eine homogene Botschaft vermitteln.
3. Inklusivität
Überlege, wie du deine Kommunikation anpassen kannst, um verschiedene Menschen anzusprechen – z. B. introvertierte Menschen, Personen aus anderen Kulturen, diejenigen, die sich nicht zu Wort melden, junge oder ältere Menschen, Menschen mit unterschiedlichem Bildungsniveau, unterschiedlichen Erfahrungshorizonten und/oder Stakeholder. Hier sind vier Tipps:
Betrachte andere als potenzielle Quellen für Wissen, Ideen, Inspiration und als Innovatoren, um sicherzustellen, dass die besten Ideen aufpoppen.
Bitte Menschen um ihre Teilnahme oder lade sie dazu ein.
Identifiziere verschiedene Möglichkeiten und Channels, wie Menschen einen Beitrag leisten können.
Beziehe u.U. Vorgesetzte mit ein – um sie auf dem Laufenden zu halten und als Teil deiner beruflichen Entwicklung.
4. Klarheit und Prägnanz
Handle nach dem Goldlöckchen-Prinzip – sage nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern genau das Richtige. Wenn du zu viel redest, schaltet dein Zuhörer entweder ab oder ist sich nicht darüber im Klaren, was du eigentlich sagen willst.
Hier sind zwei Möglichkeiten, wie du Klarheit und Prägnanz erreichen kannst:
Beachte das Mantra: „Klarheit ist Freundlichkeit“.
Formuliere eine klare Bitte oder Aufforderung zum Handeln.
Klar: „Um 10:30 Uhr machen wir ein Coffee Break.“
Unfreundlich: „Mir ist aufgefallen, dass sehr viele Menschen aus allen Teilen der Welt an diesem Webinar teilnehmen. Ich möchte Ihnen dafür danken, dass Sie diesen inklusiven Raum geschaffen haben, und ich weiß, dass es sehr wünschenswert wäre, wenn wir irgendwann eine Pause einlegen würden, um Ihnen allen die Möglichkeit zu geben, einen Kaffee zu trinken.“
5. Emotionale Intelligenz
Alle genannten Kommunikationsfähigkeiten erfordern Selbstbewusstsein – herauszufinden, wo du auf deinem Weg zu besserer Kommunikation und Leadership-Qualitäten stehst.
Emotionen sind ansteckend, insbesondere die eines Vorgesetzten. Menschen erinnern sich eher an negative Begegnungen mit ihrem Chef als an positive. Führungskräfte sollten ihre Emotionen effektiv steuern und unter Druck ruhig bleiben. Emotionale Regulierung hilft dir, ein positives Vorbild zu sein und Feedback so zu kommunizieren oder zu geben, dass es zum Austausch und Veränderungen anregt, anstatt zu Abwehrhaltungen, Verhärtungen und Entfremdung zu führen.
Kenne deine Auslöser.
Reagiere nicht spontan.
Wende Strategien zum Cool Down an (tiefe Atemzüge oder Atemübungen, bis 10 zählen, spazieren gehen).
Welche Methoden dir helfen, wenn du dich provoziert fühlst? Erweitere dein Repertoire, um mehr Optionen zu haben.
Empathie schafft psychologische Sicherheit, Vertrauen und Verbundenheit. Sie ist unerlässlich, um Gemeinsamkeiten mit deinem Publikum zu finden und zu verstehen, was nötig ist, um die Überzeugungen oder das Verhalten einer Person zu ändern, um sie zu bewegen oder zu überzeugen. Du kannst Empathie als Informationsbeschaffung betrachten, die aus drei Komponenten besteht:
Perspektivenübernahme – finde heraus, wie jemand tickt – denkt oder was für ihn wahr ist.
Mitfühlen – finde heraus, was jemand fühlt.
Mitgefühl – finde heraus, was jemand braucht.
Um Empathie zu üben, stellen wir Fragen, ohne zu urteilen, um herauszufinden, was jemand denkt und fühlt, anstatt anzunehmen, dass wir es wissen, oder unsere Gedanken oder Gefühle auf die betreffende Person zu projizieren.
Wann immer wir führen, möchten wir mit unserem Team kommunizieren und es mit einer überzeugenden Vision verbinden; inspirieren, beeinflussen und überzeugen; gehört und verstanden werden und andere einbeziehen. Wenn wir achtsam und bewusst mit unseren Kommunikationsfähigkeiten umgehen, können wir Heart & Souls gewinnen und die gewünschte Wirkung für das Unternehmen bzw. ein Vorhaben erzielen.
Kontakt mich gerne, wenn du Unterstützung in Sachen Kommunikation benötigst.



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